10 Tipps, die das Jura Studium leichter machen

Im Folgenden werden 10 Tipps aufgezählt, die das Lernen im Jura Studium leichter machen können. Klar gibt es Kandidaten, denen man diese Punkte nicht näher bringen muss. Aber unsere Erfahrung als Dozenten im Repetitorium zeigt, dass viele Jura Studenten von der Stofffülle dieses Studiengangs erschlagen werden und dadurch gehindert sind, ihre Energien voll einzusetzen. Also haben wir in unserer Redaktion und vor allem bei unseren Dozenten nachgefragt, welche Tipps sie euch weitergeben können. Das Ergebnis könnt ihr euch nachfolgend zu Gemüte führen.

1. Schaffe Ordnung!

Alles um dich herum ist voller Bücher, Ordner, Zettel, Karteikarten und du einem Nervenzusammenbruch nahe? Oftmals hilft es schon weiter, gründlich Ordnung und Luft zu schaffen. Ein voller Schreibtisch raubt Motivation, denn es ist schwer, sich so auf das Wesentliche zu konzentrieren. Um nochmal frisch in einem Rechtsgebiet anzusetzen, das einen zum Verzweifeln bringt, empfiehlt es sich, erst mal auszumisten. Alles, was an Material bisher nicht wirklich geholfen hat, tut es in Zukunft auch nicht. Lieber ein Skript zum Thema durcharbeiten als drei große Bücher vor sich zu haben, die realistisch gar nicht zu schaffen sind und nur ein schlechtes Gewissen erzeugen. Nimm dir die Zeit und sortiere alle unnötigen Papiere aus!

Dozenten-Tipp: Viele Studenten machen den Fehler, sich zu viel vorzunehmen. Anstatt sämtliche Bücher eines Rechtsgebietes zu konsumieren, empfiehlt es sich, Zusammenfassungen anzulegen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wer vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht, kann sich auch bei uns Hilfe holen: Wie unterstützen dich dabei, deine Lernmaterialien aufs Wesentliche zu reduzieren, damit du richtig loslegen kannst.

2. Setze dir Ziele und erstelle einen Tagesplan

Stehen Klausuren oder gar das Examen an, macht es Sinn, sowohl einen langfristigen Lernplan als auch einen konkreten Tagesplan mit Zielen zu haben. Durch den langfristigen Plan stellt man sicher, dass der Stoff insgesamt abgedeckt ist und durch den Tagesplan erreicht man konkrete Ziele. So wird man flexibler. Eine Woche, in der man drei Tage lang Strafrecht AT lernen oder wiederholen will, kann schleppend und ermüdend vorangehen, was automatisch eine Unzufriedenheit schafft.Die effizientere Methode ist es, den Tag in Einheiten aufzuteilen. Abwechslung muss her! Beispielsweise: von 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr – Wiederholung eines Themas vom Vortag. 10:10 – 11:10 Uhr Strafrecht AT – der Versuch. 11:20 – 12:50 Uhr Übung am Fallbeispiel. Danach Mittagspause. Zwischen den Einheiten sollten auch 5-10 minütige Pausen drin sein. Sinnvoll ist es, morgens 15 Minuten lang in aller Ruhe den Tag zu planen. Ist Tipps 1 befolgt worden, ist der Kopf dafür frei.

3. Plane einen zeitlichen Puffer ein

Für die bestmögliche Effizienz ist es wichtig, einen Tag nicht von vorne bis hinten auszulasten, sondern Puffer mit einzuplanen. Es kann immer mal etwas Unerwartetes eintreten. Damit dich das nicht völlig aus der Bahn wirft, muss Zeit vorhanden sein. Und diese sollte grundsätzlich auch für Freizeit verwendet werden. Erst durch Entspannung wird aufgetankt und ein weiteres Aufnehmen von Lernstoff ist gegeben. Zusätzlich ist man durch Freiräume auch in der Lage, mal was abzufangen und es kommt nicht gleich Panik auf.

4. Arbeite an deiner Organisation

Genügend Zeit zu haben, hat in erster Linie etwas mit Organisation zu tun. Viele verbringen wertvolle Zeit damit, nach Unterlagen suchen zu müssen. Was für eine Zeitverschwendung! Diese Zeit könnte eigentlich für Erholung oder ein Hobby genutzt werden. Ist der Schreibtisch und das Lernmaterial geordnet, kostet es täglich bloß wenige Minuten, diesen Zustand wieder herzustellen. Ansonsten empfiehlt es sich, sich wöchentlich eine Stunde Zeit zu nehmen, um Unterlagen neu zu ordnen und auszumisten.

5. Steigere deine Energien! Plane Pausentage!

Die persönliche Energie kann man erfolgreich steigern, wenn auch mal Jurapausen eingebaut werden: „Am siebten Tage sollst du ruhen“ – Auch in einer noch so stressigen Examensvorbereitungszeit sollten 1- 2 freie Wochentage zur Verfügung stehen, die genutzt werden, um den Geist zu erholen, aufzutanken und zu entspannen. Nur dann kann sich der Stoff wirklich setzen und neue Lernkapazitäten können geschaffen werden. Hilfreich ist alles, was gut tut: Spazieren gehen, Sport treiben, Freunde treffen oder auch einfach nur mal in der Sonne liegen. Keine Schuldgefühle, kein schlechtes Gewissen! Der freie Tag sollte unangreifbar sein. Es werden weder alle sonstigen, aufgeschobenen Termine und Verpflichtungen in diesen Tag gepackt, noch sollte der Tag wegen eines geplanten, aber dann unproduktiven Lerntages gestrichen werden. Mit beidem wird ansonsten aller Warscheinlichkeit nach Zusatzstress angehäuft.

Aber auch an Arbeitstagen ist es wichtig, sich stets eine kleine Freude einzubauen. Eine Examensvorbereitung oder eine Lernphase erscheint ansonsten schnell grau und trostlos. Das können Kleinigkeiten wie eine Auszeit mit dem Lieblingstee oder Kaffee in einer schönen Tasse oder ein Spaziergang sein. Ein gutes Mittel gegen soziale Vereinsamung bietet auch eine private Lern- AG.

6. Mache Sport

Sport ist ein gutes Mittel, um Lernfrust oder Lerngereiztheit entgegen zu wirken. Wer sich aufrafft, fühlt sich danach meist besser. Beim Sport auspowern und dabei an die Grenzen gehen wirkt z.B. auch einem Burn-out entgegen. Am Besten zwei bis drei Mal die Woche sporteln, denn regelmäßiger Sport steigert das allgemeine Wohlbefinden und lässt auch mal eine Erkältung an dir abprallen.

7. Treffe dich mit Freunden

Auch in Lernphasen ist es wichtig, sich nicht ganz abzuschotten und Kontakte zu pflegen. Bewusste Auszeiten steigern sogar die Lernqualität. Sich am Abend noch gemütlich mit jemandem zu treffen senkt den Stresspegel. Aufpassen sollte man eher, dass der freie Tag nicht zu einem vollgestopften Terminablauf wird, bei dem man an einem Tag möglichst viele Kontakte abhakt. Das steigert den Stressfaktor wieder. Daher (Tipp 5): Am freien Tag Pflichttermine fernhalten, um abzuschalten.

8. Kein Aufschieben

Das beste Gefühl am freien Tag (Tipp 5) ist vorprogrammiert, wenn zuvor der Lernstoff nicht aufgeschoben wurde. Konzentriere dich auf deine Tagesziele (Tipp 2) und konzentriere dich nur auf diese eine Sache. Dies gilt aber auch bei Dingen außerhalb des Lernstoffes: alles auf einmal erledigen zu wollen funktioniert nicht richtig und ist alles andere als effektiv. Viel Zeit ist gespart, wenn Dinge gleich erledigt werden. Nicht sofort die Übungsklausur wieder in den vorgesehenen Ordner zu räumen bedeutet, sie die ganze Zeit irgendwie im Hinterkopf zu haben. Was vom Tisch ist, ist vom Tisch. Gleich ganze Arbeit zu leisten heißt, unter dem Strich, mehr Zeit zur Verfügung zu haben. Beim Lernstoff kann das z.  B. bedeuten, ein Kapitel abzuarbeiten. Passt das nicht ganz in deinen Tagesplan, dann grenze es ab und teile es auf mehrere Tage auf.

Dozenten-Tipp: Studenten, die sich mit der Organisation und Disziplin allein schwer tun, wird empfohlen, sich einer Lerngruppe und/oder einem Rep anzuschließen. Gemeinsam hält man oftmals besser seine Ziele ein und ist mit dem Stoff ebenfalls nicht auf sich alleine gestellt. Anstatt sich Sorgen zu machen, hilft es oft schon zu sehen, dass andere Studenten mit denselben Ängsten zu kämpfen oder dieselbe Schwierigkeiten mit dem zu erlernenden Stoff haben.

9. Schaffe Abhängigkeiten ab: Fernseher und Smartphone aus

Fernsehen, aufs Smartphone schauen etc. rauben unnötig Zeit. Zwar haben wir von Jura Individuell viele tolle Artikel, aber du kannst sie mit unserem Drucker-Button auch ausdrucken und dir am Morgen (siehe Tipp 2) überlegen, welchen du heute durcharbeiten möchtest. Ablenkungen wie Computer und Smartphones daher lieber für die geplante Lernzeit ausschalten.

10. Denke Positiv

Leider trifft man bei einer Juraklausur weder auf die dankbarsten Korrektoren noch auf ein Notensystem, das motiviert. Dennoch hilft es, positiv an die Sache heranzugehen. Kommen negative Gedanken auf, gib ihnen keinen Raum. Sie schränken nur deine Kraft ein, dich auf das Wichtige zu konzentrieren. Je mehr du dich auf negative Gedanken konzentrierst, desto eher werden Befürchtungen wahr. Unternimm etwas dagegen! Sag dir im Kopf „Stopp“ und gehe nochmal unsere Tipps durch. Denn oft hilft dabei schon mal eine Auszeit oder den Schreibtisch zu ornen um wieder nur eine Sache vor sich zu haben.

Mehr Interesse an den Themen Eigenorganisation und Effizienz beim Lernen? Dann lies auch unsere Lerntipps Teil 1 – Motivation, Teil 2 – Das Lernen lernen und Teil 3 – Organisation.

Unsere Dozenten können selbstverständlich auch gebucht werden. Bei Interesse einfach diese Seite aufrufen und unverbindlich Kontakt herstellen. Wir werden uns dann umgehend bei dir melden. Im Falle eines Notfalls kannst du dich bis 22 Uhr auch hier melden – ob via Mail, telefonisch, per SMS oder WhatsApp, wir lassen niemanden im Stich.

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  1. 27.03.2017, um 12:33 Uhr

    Hallo zusammen,
    vielen lieben Dank für den spannenden und informativen Artikel. Ich bin mir sicher, dass eure Tipps mir beim Jurastudium helfen werden. Besonders wichtig finde ich den Tipp, dass man nichts aufschieben darf. Denn sonst kommt am Ende des Semesters das dicke Ende und alles wird sehr stressig. Später möchte ich einmal als Anwalt für Strafrecht arbeiten.

  2. Nathalie Weiß

    19.04.2017, um 19:43 Uhr

    Vielen Dank für den Kommentar, darüber freuen wir uns sehr! Genau das war unser Anliegen: praktische, einfache Tipps, die aber dennoch einen großen Einfluss auf den Erfolg eines Jura Studiums haben können! Ja, unser Tipp Nr. 8 ist besonders wichtig“! Aufschieben verursacht Stress und nimmt die Entspannung! Schnelles Erledigen beugt vor und stärkt auch das im Jura Studium nicht zu unterschätzende Selbstvertrauen.

    Jura Individuell- Team

Präsentiert vom Repetitorium Jura Individuell. Infos oder Buchung unter (0173) 20 56 303 oder info@juraindividuell.de. Quelle: www.juraindividuell.de