Zeitmanagement

Zeitmanagement ist auch im Studium enorm wichtig. Aber meistens macht es keinen Spaß und ist zudem anstrengend. Es geht allerdings auch anders...

Datum
Rechtsgebiet Juristische Ausbildung
Ø Lesezeit 4 Minuten
Foto: OZMedia/Shutterstock.com

Dieser Beitrag erscheint in Zusammenarbeit mit Trusting Time Zeitmanagement.

Ich wollte diesen Artikel ursprünglich mit „Viele Studenten scheitern…“ beginnen. Aber „scheitern“ ist so ein negatives Wort, was nicht in diesen Zusammenhang passt. Menschen können nicht an ihrem Zeitmanagement scheitern, sie können höchstens daran verzweifeln, was dann oft auch ein Scheitern in anderen Bereichen zur Folge hat.

Zeitmanagement ist ein Wort, welches vor Jahren ausschließlich in Managementkreisen auftrat und letztlich zum guten Ton gehörte. Man „arbeitete an seinem Zeitmanagement“, weil es jeder tat und man sich mehr Produktivität erhoffte. Dieser Trend ist mittlerweile auch bei vielen Studenten angekommen, was grundsätzlich sehr gut ist.

Erlernen Sie den Umgang mit Ihrer Zeit

Denn den Umgang mit der eigenen Zeit kann man gar nicht früh genug lernen. Ich plädiere sogar dafür, dass man schon während der Schulzeit damit beginnt. Dennoch zeichnet Studenten ja ihre Freiheit aus. Und diese Freiheit möchten sie nicht für ein eng geschnürtes Terminkorsett opfern, für das sie Zeitmanagement halten.

Um ehrlich zu sein: Das kann ich verstehen. Wer möchte sich in der schönsten Zeit des Lebens schon einem Tagesplan unterwerfen, der einem Zeit für alles einräumt, nur nicht für Spaß und Spontaneität? Deshalb ist eine Grundregel des Zeitmanagements, dass Sie diesen Spaß und diese Spontaneität einplanen. Es geht nicht darum, immer mehr in immer weniger Zeit zu schaffen und schlussendlich ausgebrannt zu sein. Das Ziel ist es, seine Aufgaben zuverlässig in der veranschlagten Zeit zu erledigen und dadurch viel Freizeit zu gewinnen.

So funktioniert’s

Wie das geht? Ganz einfach. Sie müssen hierbei nur ein paar Grundprinzipien befolgen. Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie die nötigen Materialien besitzen. Einen Kalender, ein paar To-Do-Listen und Notizblöcke. Diese Dinge gibt es sowohl in der luxuriösen, als auch in der günstigen Variante. Es sollte also für niemanden ein Problem darstellen, sich etwas Derartiges zu besorgen. Also keine Ausreden bitte! 😉

Aufgaben sammeln Sie auf To-Do-Listen, Termine kommen direkt in den Kalender. Während des Tages haben Sie überall einen Notizblock liegen, wo Sie sich häufiger aufhalten. Das heißt auch einen kleinen für unterwegs. Schreiben Sie immer sofort alles auf, was Ihnen einfällt (Ideen, Termine, Aufgaben, uvm.). Klingt stressig? Es ist eher andersherum. Wenn Sie Termine vergessen oder sich ständig an Aufgaben von Ihrem Gehirn erinnern lassen müssen, dann ist das viel stressiger. Nach einer kleinen Umgewöhnungsphase klappt das im Übrigen auch spielend leicht.

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Jeden Tag nur 5 Minuten planen

Setzen Sie sich dann jeden Tag 5 Minuten hin und planen Sie grob Ihren Tag. Das ist ganz wichtig, damit Sie etwas Verbindliches für sich schaffen. Ansonsten drohen Aufschieberitis und Überforderung. Ob Sie das am Abend vorher oder am Morgen bei einem Kaffee machen, bleibt Ihnen überlassen. So wie Sie es am liebsten mögen, ist es richtig.

Das Erste, was Sie bei der Planung tun sollten, ist eine Freude für den Tag einzuplanen. Tragen Sie wirklich etwas in Ihren Kalender ein, worauf Sie sich freuen und machen Sie es dann auch. Das kann etwas Kleines sein, wie ein Teilchen vom Bäcker oder etwas Längeres, wie ein guter Film. Haben Sie aber jeden Tag etwas, worauf Sie sich freuen können, dann nimmt das (fast) allen Aufgaben den Schrecken und motiviert Sie anzufangen. Belohnen Sie sich also für einen gelungenen Tag; aber seien Sie dabei nicht allzu streng mit sich.

Die Termine stehen logischerweise schon in Ihrem Kalender. Nun gehen Sie die Aufgaben Ihrer To-Do-Liste durch und platzieren diese so in Ihrem Kalender, wie Sie es für sinnvoll halten. Hierbei gilt eine Regel, die Sie stets beachten sollten: Verplanen Sie maximal 60 % Ihrer Tageszeit. Glauben Sie mir, auch wenn das wenig klingt, ist alles andere unrealistisch. Lieber 60 % einplanen, 100 % davon schaffen und am Tagesende zufrieden sein, als 100 % verplanen, nur 60 % schaffen und unzufrieden sein. Das lässt auch Raum für Spontaneität.

Nach 5 Minuten ist Ihr Tag bereits vollständig geplant und alles, was Sie für heute wissen müssen, steht in Ihrem Kalender.

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