§ 823 BGB – Kurzschema

I. Tatbestand

1. Rechtsgutsverletzung

a. Verletzung eines Rechtsgutes
  • Leben
  • Körper/Gesundheit
  • Freiheit
  • Eigentum (Substanzbeeinträchtigung, Entziehung, Einschränkung der Verfügungsmöglichkeit)
  • Jura Individuell Hinweis:Geschützt ist nicht das bloße Vermögen)
b. Oder eines sonstige Rechtes (nur absolute Rechte)

2. Verletzungshandlung

3. Haftungsbegründende Kausalität

zwischen Verletzungshandlung und Rechtsgutsverletzung

a. Äquivalenz (conditio sine qua non)
b. Adäquanz (aus ex- ante Sicht- nicht außerhalb aller Wahrscheinlichkeit)
c. objektive Zurechenbarkeit (Schutzzweck der Norm)

4. Rechtswidrigkeit

5. Verschulden: Vorsatz oder Fahrlässigkeit – Ausnahme: § 829 BGB Billigkeitshaftung

a. Verschuldensfähigkeit (§§ 827, 828 BGB)
b. Schuldhaftes Handeln (§ 276 BGB, Vorsatz/ Fahrlässigkeit)

II. Haftungsausfüllender Tatbestand (= Rechtsfolge)

1. Schaden und

2. Haftungsausfüllende Kausalität zwischen Rechtsgutsverletzung und Schaden

3. ggf. Mitverschulden

Beweislast: Abspruchsteller; die haftungbegründende Kausalität voll (§ 286 ZPO), für haftungdausfüllende Kausalität und Umfang des Schadens gilt § 287 ZPO.

 

 

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