Mittel gegen Stress

I. Vorab

– Helfer aus der Natur gegen Examensstress-

Dieser kleine Leitfaden richtet sich besonders an Studenten und Referendare, die kurz vor ihrer Prüfung stehen und damit verbunden naturgemäß unter einer sehr starken Anspannung leiden, die sich nicht selten auch in körperlichen Verspannungen, Gereiztheit und Lernunfähigkeit niederschlägt.

In einer von Prüfungsstress und häufig noch von hinzutretenden Problemen geprägten, angespannten Phase, die ausnahmslos jedem auf das Gemüt schlägt, ist es in jedem Fall zunächst einmal ratsam sich einen geregelten Tagesablauf mit fest eingeplanten Freizeitaktivitäten für die Zeit nach dem Lernen zu schaffen. Das bekanntermaßen gelüftete Geheimnis ist oft der Ausgleich von An- und Entspannung.

Oft helfen uns Sport, frische Luft und die Gesellschaft guter Freunde über das Gröbste hinweg, sodass wir wieder die Kraft haben, in kontrolliertem Rahmen etwas zu leisten.

Doch was tun, wenn Entspannung allein nicht mehr die nötige Erholung bringt oder wir beim Erst- oder Zweitnebenjob schuften, um das Leben und das Lernen zu finanzieren und die Erholung dabei zu kurz kommt? Irgendwann streikt auch unser Kopf und das merken wir deutlich.

Meine Erfahrung ist, dass uns die Natur da ein klein wenig unter die Arme greifen kann. Wir sind alle Menschen und unsere Leiden bei Stress ähneln sich.

So habe ich mich für Euch mal durchs Internet geklickt und aus meinem Erfahrungsschatz geschöpft, damit Ihr trotz Stresssymptomen wie Müdigkeit, Lernunfähigkeit, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, sowie den scheinbar unvermeidlichen Nackenverspannungen jedenfalls gelassener und konzentrierter durchs Examen kommt.

II. Bachblüten – je nach Verfassung :-)

Die Grundkonstitution insbesondere eines jeden Referendars ist oft einfach eine ziemliche Erschöpfung. Ob Sitzungsdienste, Aktenarbeit oder Schuften in der Großkanzlei: als allgemein bewährtes Konstitutionsmittel ist die Olive bekannt. Die Olive gibt es vorzugsweise als Bachblüte in jeder Apotheke zu kaufen.

Je nach weiterem Konstitutions- bzw. Gemütszustand bewähren sich weitere Mittel wie Aspen gegen Prüfungsangst und Wild Rose gegen Lernblockaden. Bei Ungeduld ist auch Impatiens sehr ratsam. Walnut kann helfen, wenn man Probleme hat sich in einer neuen Situation – so zum Beispiel nach einer Trennung, oder auch schlicht in einer neuen Referendarstation – wieder zu finden. Mimulus hilft sehr gut, wenn man am liebsten alles hinschmeißen will. Wer kennt es nicht… Wild Oat hilft sich nicht mit dem Lernstoff zu verzetteln und aus Fehlern besser zu lernen.

Die „Rescue-Mittel“, die wohl Vielen auch als Notfalltropfen oder Notfallbonbons bekannt sind, helfen zudem in extremen Situationen, in denen man sich schlicht nicht beruhigen kann. Eine Einnahme kann zB bei akuter extremer Prüfungsangst von großem Nutzen sein. Im Übrigen habe ich aber mit den oben genannten Mitteln, auf Dauer gesehen, die besseren Erfahrungen gemacht.

III. Klassische Homöopathie

Gegen Beschwerden wie Kopf und Nackenschmerzen helfen – ebenfalls nach Konstitutionen sortiert – klassisch homöopathische Mittel.

1. So kann Ledum bei einer Steifigkeit des Nackens, die nach langem Sitzen auftritt und durch Wärme verschlechtert wird, helfen.

2. Bei Halswirbelsäule-Beschwerden (HWS) mit dumpfem Schmerzen, Muskelverspannungen und einem Taubheitsgefühl kann – oft mit Migräne vereint, wenn Wärme das Krankheitsbild bessert – Cimifuga eingenommen werden.

3. Sofern Deine Nackenschmerzen zum Kopf wandern, der Hals sich versteift und die Kopfbewegung schwer fällt, hilft Causticum Hahnemanni sehr gut.

4. Bei einer Steifigkeit des Nackens nach Überlastung oder Durchnässung/Kälte mit Schmerz zwischen den Schultern kann Rhus toxicodendron immer dann genutzt werden, wenn leichte Bewegung und Wärme Deine Beschwerden lindern.

IV. Schüsslersalze – Auffüllen verbrauchter Reserven

Neben der klassischen Homöopathie sind auch die recht bekannten Schüsslersalze zu empfehlen.

1. Dadurch, dass in der Lern– und besonders in der Klausurenphase eine unterschwellige Spannung entsteht, die auf der körperlichen Ebene sehr viel von Magnesium phosphoricum verbraucht, ist die Einnahme von Magensium phosphoricum, auch als Schüssler Salz Nr. 7 bekannt und als sog. „Heiße Sieben“ in Apotheken erhältlich, zu empfehlen. Angeblich befindet sich dieser Mineralstoff auch in dunkler Schokolade :-) Wer seine Konzentrationsschwierigkeiten nicht in Schokolade ertränken will – auch wenn es sicher Schlimmeres aber eben auch Gesünderes gibt – sollte also auf das Salz Nr.7 nicht verzichten.

Besonders, wenn es auf die „heiße Klausurphase“ zugeht, empfiehlt sich neben der Einnahme von Magnesium phosphoricum auch die Einnahme von Ferrum phosphoricum dem Salz Nr. 3. Dieses versorgt das Gehirn mit genügend Sauerstoff.

Zudem eignet sich auch Kalium phosphoricum – das Salz Nr. 5 für die nötige Energie. Kalium bindet das Kalium das für das Gehirn so wichtige Lezithin besonders gut („Gehirnschmalz“).

Weiterhin geeignet ist Kalium sulfuricum – das Salz Nr. 6; es sorgt dafür, dass der bis in das Gehirn gelieferte Sauerstoff auch in das Innere der Zellen eindringen kann; bringt übrigens auch eine frische Gesichtsfarbe mit sich für die, die vielleicht völlig überarbeitet aussehen und trotzdem beim Bewerbungsgespräch einen frischen Eindruck hinterlassen möchten.

Last but not least kann ergänzend das Natrium chloratum – das Salz Nr. 8 – eingenommen  werden. Dies ist für die Erneuerung der sogenannten Gehirnsäfte zuständig.

Hinweis: es empfiehlt sich eine Einnahme von je zehn Tabletten als Tagesdosis.

Klar ist, dass nicht wahllos Mittel eingeworfen und vor dem Examen keine großen Experimente mit allerlei Allheilmedizin durchgeführt werden sollten. Doch bei einer verantwortungsvollen Einnahme können die genannten Mittel sehr positiv zum Wohlbefinden beitragen und bessere Lernvoraussetzungen schaffen.

Allemal gesünder und vor allem nachhaltiger ist dieses „Naturdoping“ gegenüber der Einnahme von Ritalin. Dieses ist unter Prüflingen zum Teil weit verbreitet und birgt aber, da es ähnlich wie Kokain wirkt, erhebliche Risiken.

Bei Unsicherheiten und gegebenenfalls auch bei Unverträglichkeiten empfiehlt es sich natürlich einen Homöopathen aufzusuchen und die Einnahme abzuklären.

Gutes Durchhaltevermögen für die Lernphase – und viel Erfolg im Examen.

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